Engagement im Pfarrgemeinderat

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Motto der PGR-Wahl 2018
Plakat zur PGR-Wahl 2018
Plakat zur PGR-Wahl 2018

Der Pfarrgemeinderat (PGR) wird von den Katholiken der Pfarrgemeinde direkt gewählt. Gewählt werden kann, wer das 16. Lebensjahr vollendet hat und katholischer Christ ist. Wählen kann, wer das 14. Lebensjahr vollendet hat und katholischer Christ ist. Die Amtszeit der Pfarrgemeinderäte beträgt vier Jahre.


Was ist ein Pfarrgemeinderat?

Flyer: Kandidieren. Mitgestalten. Mitbestimmen. Zur PGR-Wahl 2018

Der Pfarrgemeinderat (PGR) berät und unterstützt den Pfarrer und die pastoralen MitarbeiterInnen bei der Seelsorge, etwa bei der Planung der Gottesdienste oder bei der Erstkommunion- und Firmvorbereitung. Der PGR trägt maßgeblich zum pastoralen Leben in der Pfarrei bei, indem er Informationen über das pfarreiliche Leben bündelt, wichtige gemeindliche Entscheidungen vorbereitet und unterschiedliche Gruppen und Initiativen vernetzt. In gesellschaftspolitischen Fragen handelt der PGR eigenverantwortlich, z. B. beim Aufbau und bei der Durchführung von Nachbarschaftshilfe, bei der Gestaltung von Erwachsenenbildungsangeboten, im Engagement für die Entwicklungszusammenarbeit und für die Bewahrung der Schöpfung.

Der PGR beruht auf dem Bild von Kirche als Volk Gottes, wie es das 2. Vatikanische Konzil (1962–1965) entworfen hat. Die Gemeinde wird demnach von allen ihren Mitgliedern getragen, deshalb sind auch alle berufen, sich zu engagieren.

Vorbereitungen für die PGR-Wahl

Arbeitshilfe zur Kandidatenfindung als PDF

Jede und jeder kann das Leben der Pfarrgemeinde mitgestalten und Verantwortung übernehmen, denn jede und jeder hat ganz eigene Fähigkeiten. Im Pfarrgemeinderat hat jedes Mitglied andere Kompetenzen und bringt andere Sichtweisen mit ein – und das ist gut so, denn sie werden gebraucht. Wer sich engagiert, hat auch selbst etwas davon: Aktive lernen bei ihrem Engagement immer wieder neue Menschen kennen und es macht Spaß, mit ihnen Erfolgserlebnisse zu sammeln.

Allgemeines

Um Menschen für den Pfarrgemeinderat zu sensibilisieren, sollten die Pfarrgemeinden zunächst einige Überlegungen anstellen:

  • Was motiviert mich, mich in unserer Pfarrgemeinde und für die Menschen vor Ort zu engagieren? Was motiviert möglicherweise andere Menschen?
  • Können und wollen wir die PGR-Wahl in Form der Allgemeinen Briefwahl durchführen? Pfarrgemeinden, die diese Frage mit Nein beantworten, müssen dies beim Diözesanrat der Katholiken beantragen.
  • Wie groß soll die Zahl der zu wählenden Mitglieder im neuen PGR sein?
  • Wie kann das gemeinsame Motto der PGR-Wahl durch entsprechende Öffentlichkeitsarbeit bekannt gemacht werden?

Fragen zur Kandidatensuche

Die Suche nach geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten stellt im Vorfeld der Pfarrgemeinderatswahlen wohl die größte Herausforderung dar. Bei der Kandidatensuche sollte Folgendes beachtet werden:

  • Nehmen Sie auch Personen in den Blick, an die man vielleicht nicht gleich denkt. Bei Insidern ist der Blick oft auf bestimmte Personengruppen eingeengt. Doch warum nicht den Blick weiten? Es gibt viele Ressourcen und Begabungen in der Pfarrgemeinde.
  • Gehen Sie auf gesellschaftliche Gruppen vor Ort zu, z. B. auf die Freiwillige Feuerwehr, Kultur- und Brauchtumsvereine oder sozial engagierte Gruppen?
  • Nutzen Sie die pfarrliche Kindertagesseinrichtung, um bei Eltern Interesse zu wecken?
  • Im schulischen Religionsunterricht, aber auch in den kirchlichen Jugendgruppen können Sie das gemeindliche Leben und Personen und Gesichter der Pfarrgemeinde vorstellen. Jugendliche sind ab 16 Jahren wählbar. Wahlberechtigt ist, wer am Wahltag das 14. Lebensjahr vollendet hat. Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) plant auch wieder eine Jugend-Aktion zur PGR-Wahl.
Handreichung zu zwei Bildungsformaten über das ehrenamtliche Engagement

Engagiert dabei – Wie finden wir Ehrenamtliche für den kirchlichen Bereich? Veranstaltung mit den Katholischen Bildungswerken

Wie können wir heute Menschen für ein ehrenamtliches Engagement in der Kirche, im Pfarrgemeinderat oder im Verband gewinnen und darüber hinaus auch für die Erwachsenenbildung begeistern? Wie kann man die unterschiedliche Motivation der Menschen, sich zu engagieren, ihr soziales Umfeld zu gestalten, aufgreifen, um sie auch mit Blick auf die PGR-Wahl ansprechen zu können?

In Kooperation mit den Kreisbildungswerken können Sie in einer Abendveranstaltung Einblicke in die Sinus-Milieustudie bekommen und die unterschiedlichen Motivationen für ehrenamtliches Engagement erfahren. Kontaktieren Sie hierfür Ihr Kreisbildungswerk oder Ihren Dekanatsrat.

Bitte beachten Sie: Die Planung dieser Veranstaltungen muss frühzeitig erfolgen.

Kreative Ideen zur Kandidatensuche

Wer kandidiert, gewinnt!

Unter dem Motto „Wer kandidiert, gewinnt!“ wurden anlässlich der PGR-Wahlen 2018 vom Erzbischöflichen Ordinariat unter allen PGR-KandidatInnen zwei Konzertkarten verlost. Wer an der Verlosung teilnehmen wollte, musste ein digitales (Pass-)Foto inkl. Name und Beruf sowie ein Zeugnis „Ich engagiere mich in der Pfarrgemeinde XX“ einreichen.

Mustervorlage für die Aktion "Wer kandidiert, gewinnt!“

Ressourcenraum

Beschreibung

Gewinnspiel "Wer kandidiert, gewinnt!“

In einem fiktiven Raum (Abgrenzung einer öffentlichen Fläche mittels Seil, Band oder Hütchen) erstellen Sie bei Ihnen vor Ort einen sog. „Ressourcenraum“. Jeder Passant, der den Raum (unbewusst) betritt, bringt eigene Ressourcen (Talente, Zeit, Organisationsgeschick etc.) mit. Er wird durch Sie darauf angesprochen, ob er sich seiner Talente und Fähigkeiten bewusst ist, und weiter, ob er sich auch vorstellen kann, diese ehrenamtlich für die Kirche einzusetzen. Im weiteren Gespräch kann es um die PGR-Wahl gehen, dazu könnte der Kandidatenflyer und der Tee ausgehändigt werden.

Nutzen/Ziel

  • PGR-Wahl kommt in die Öffentlichkeit (erfordert Mut)
  • KandidatenInnen können auch im außerkirchlichen Raum angesprochen werden

Material

  • Mindestens 25 Quadratmeter Fläche (öffentlich, halböffentlich oder kirchlich, wie z. B. beim Wochenmarkt, Kirchenkaffee, auf dem Rathausplatz, im Einkaufszentrum, auf dem Wertstoffhof etc.). Vorab muss aber geklärt sein, ob für diese Aktion an dem jeweiligen Platz eine schriftliche oder mündliche Genehmigung vorliegt
  • Kandidatenflyer bzw. Infomaterial der Pfarrei, z. B. Pfarrbriefe (aber: bitte nicht zu viel)
  • Ein 20 Meter langes Seil (ggf. ausleihbar bei dioezesanrat@erzbistum-muenchen.de)
  • Offene Eingangsfragen (keine Ja/Nein-Antworten), z. B.: Wie geht es Ihnen hier in unserem Ressourcenraum? Über welche wertvollen Ressourcen verfügen Sie? Welche Kontakte haben Sie schon zur Pfarrgemeinde? Wo würden Sie sich denn gerne als Christ engagieren?
  • Teestation und Stehtische

Fotoaktion

Seminar „Kandidatengespräche – Menschen für den PGR interessieren“

Beschreibung

Ehrenamtliche Gruppen, aber auch einzelne Personen – also auch Sie – sind aufgerufen, sich mit einer Druckvorlage (z. B. PGR-Wahl 2018, Druckvorlage „Ich bin Christ – Ich mach was draus“) fotografieren zu lassen – einfach in der Praxis ihres Engagements oder auch auf kreative Art und Weise, z. B. an außergewöhnlichen Orten. Die Fotos werden auf der Website des Diözesanrats ausgestellt und die besten Beiträge durch eine Jury ausgezeichnet.

Vorab sind hierbei zu klären: die Veröffentlichungsrechte, die Jurybesetzung sowie die Preise für die Sieger.

Nutzen/Ziel

  • Eine Anregung, sich damit auseinanderzusetzen, was „Christ sein“ bedeuten kann, welche unterschiedlichen Gesichter diese „Christus-Nachfolge“ haben kann und wie das auch jetzt schon in Pfarreien verwirklicht wird.
  • Der Impuls, gemeinsam kreativ zu werden und Spaß zu haben. „Christ sein“ kann auch Spaß machen (vielleicht sogar in Gremien).
  • Auch jüngere Menschen können für die PGR-Wahl geworben werden.

Material

  • Websiteadresse für die Aktion
  • Mailadresse für die Fotos
  • Beispielfotos als Anregung aus der Geschäftsstelle

Kandidatenvorschlag-Box

Stellenausschreibung zur PGR-Wahl

Ziel der „Aktion Tippzettel“ ist es, möglichst viele Menschen in die Kandidatensuche miteinzubinden. Auf einer mit dem Wahllogo gestalteten Postkarte können Interessierte ihren Wunschkandidaten oder den eigenen Namen notieren und die Karte in eine Vorschlag-Box einwerfen. Folgendes bietet sich an: Stellen Sie eine „Kandidatenvorschlag-Box“ in der Pfarr- und Filialkirche, im Pfarrheim, in der Bäckerei, Metzgerei oder bei einem Infostand auf dem Wochenmarkt auf. Laden Sie die Gottesdienstbesucher, die Kunden der Metzgerei, die Besucher des Wochenmarktes etc. dazu ein, bei der Kandidatensuche mitzuhelfen und Vorschläge auf einen Tippzettel zu schreiben.

Jede Pfarrgemeinde erhält kostenlos drei Kandidatenvorschlag-Boxen und 100 Tippzettel. Außerdem erhält jede Pfarrgemeinde kostenlos 200 Bierdeckel. Auf einer Seite ist das Motiv und Motto der PGR-Wahlen abgedruckt. Auf der anderen Seite stehen Leitsätze, die für die Kandidatensuche von Bedeutung sind: „Der Reichtum der Kirche sind die Menschen. Alle sind begabt. Niemand ist unbegabt. Kandidieren auch Sie für den Pfarrgemeinderat?“

Gemeindeforum

Eine Möglichkeit, um Personen zu gewinnen, ist die Durchführung eines „Gemeindeforums“. Der Sachbereich „Zweites Vatikanisches Konzil und Würzburger Synode“ des Diözesanrats hat hierfür ein Konzept entwickelt.

Nutzen/Ziel

  • Das Ziel eines Gemeindeforums ist es, dass möglichst viele Menschen ihre Vorstellungen und Ideen für die Arbeit einer Pfarrei einbringen können.
  • Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen spüren, dass ihre Anliegen gehört und ernst genommen werden. Sie werden aber auch zur Kandidatur oder zur späteren Mitarbeit in einem Sachausschuss oder Projekt ermutigt.
  • Es werden „blinde Flecken“ im Leben der Pfarrei entdeckt. Die Sensibilität für besondere Lebensbereiche und „Milieus“, für bestimmte Personengruppen, die sonst nicht (oder nur wenig) im Blickfeld sind, wird gestärkt.
  • Die TeilnehmerInnen werden dazu ermuntert mitzumachen: durch ihre Bereitschaft zur Kandidatur – oder zur späteren Mitarbeit in einem Sachausschuss oder Projekt. Dadurch wird vermieden, dass nur gesagt wird: „das sollte gemacht werden“, ohne selbst einen Beitrag zu leisten.

Durchführung

Ein „Gemeindeforum“ kann auf einen Zeitraum von ca. zwei Stunden begrenzt werden. Es kann aber auch als Halbtags- oder Ganztags-Veranstaltung durchgeführt werden. Die Mehrzeit könnte dazu genutzt werden, sich im ersten Teil einen größeren Überblick zur „Sozialraum-Analyse“ (evtl. mit einer entsprechenden Vorlage vonseiten des EOM) zu verschaffen. Das erfordert einerseits mehr Organisationaufwand, andererseits könnte dadurch auch der Bewusstseins-Horizont der TeilnehmerInnen zur sozialen und gesellschaftlichen Struktur des Lebensraums einer Pfarrei/eines Pfarrverbandes erweitert werden (der Blick über den kirchlichen Tellerrand hinaus). Das gemeinsame Essen fördert zudem das Kennenlernen und den Austausch untereinander.

Das Gelingen eines Gemeindeforums hängt nicht zuletzt von der Moderation ab. Gibt es in Ihrer Pfarrgemeinde eine Person, die diese Aufgabe übernehmen kann? Wenn nicht: Die Geschäftsstelle des Diözesanrats sucht in jedem Dekanat nach Personen, die angefragt werden können. Für die Vermittlung von ModeratorInnen steht die Geschäftsstelle des Diözesanrats zur Verfügung.

PGR-Patenschaft

Lied zum Motto der PGR-Wahl „Du bist Christ. Mach was draus.“ (c) Melanie Zink

PGR-Mitglieder, die schon lange dabei sind und vielleicht auch nicht mehr zur Wahl antreten, bieten möglichen KandidatenInnen und dann auch neuen Mitgliedern des PGR an, sie als Mentoren oder Paten zu begleiten. Dieses konkrete Angebot kann dazu beitragen, Menschen, die sich ein solches Amt sonst nicht zutrauen würden, zu überzeugen.

Motivation zum ehrenamtlichen Engagement – Bildungsveranstaltung mit dem KBW

Beschreibung

Wie können wir heute Menschen für ein ehrenamtliches Engagement in der Kirche/im Pfarrgemeinderat oder im Verband gewinnen und darüber hinaus auch für die Erwachsenenbildung begeistern? Wie kann man die unterschiedlichen Motivationen der Menschen, sich zu engagieren, ihr soziales Umfeld zu gestalten, auch im Blick auf die PGR-Wahl ansprechen?

In Kooperation mit den Kreisbildungswerken können Sie in einer Abendveranstaltung Einblicke in die Sinus-Milieustudie bekommen und die unterschiedlichen Motivationen für ehrenamtliches Engagement erfahren. Kontaktieren Sie hierfür Ihr Kreisbildungswerk oder Ihren Dekanatsrat. Bitte beachten: Diese Veranstaltungen müssen frühzeitig geplant werden.

Nutzen/Ziel

  • Entlastung durch Kooperationspartner: Dekanatsrat und Kreisbildungswerk
  • Überblick über Entwicklungen im ehrenamtlichen Engagement bzw. der Freiwilligenarbeit
  • Einblicke in die Interessen der Milieugruppen
  • Sensibilisierung der TeilnehmerInnen für den Umgang mit den Menschen der unterschiedlichen Milieugruppen
  • Entwicklung von Ideen für die Ehrenamts-Akquise/Zugänge zu interessierten Personen

Gipfelgespräch

Im Frühjahr 2018 findet mit den neu gewählten PGR-Mitgliedern eine Wanderung auf den Hochfelln zur „Alois-Glück-Bank“, inklusiv Gipfelgespräch mit dem ehemaligen ZdK-Präsidenten Alois Glück statt. Überlegen Sie, ob Sie auf Dekanats- oder Landkreisebene im Vorfeld der PGR-Wahl ein ähnliches Angebot kreieren, um das Thema „PGR-Wahl“ zu behandeln, z. B. mit einem Wanderangebot. Dazu wählt man einen interessanten Ort aus fragt eine in der Region bekannte und interessante Person an. Mit dieser Person macht man sich auf den Weg und kommt so miteinander ins Gespräch. Als zusätzliches Highlight kann für unterwegs eine Kirchenführung organisiert werden. Am Schluss folgt eventuell ein geselliger Abschluss nach dem Modell „Kirche und Wirtshaus“. Sinnvoll ist hier eine Kooperation mit dem regionalen Katholischen Kreisbildungswerk.

Nutzen/Ziel

  • Attraktives Angebot
  • Niedrige Hemmschwelle
  • Entlastung durch Kooperationspartner: Dekanatsrat und Kreisbildungswerk

Voraussetzung/Material

  • Einladung einer interessanten Person des öffentlichen Lebens
  • Interessanter Ort (Kirche, Wirtshaus, z. B. Wahlfahrtsort in der Region)
  • Kandidatenflyer bzw. Infomaterial der Pfarrei, z. B. Pfarrbriefe (aber: bitte nicht zu viel)

Weißwurstessen mit PGR-Kandidaten

Kandidatinnen und Kandidaten werden zu einem Weißwurstessen eingeladen. Hierbei sammeln sie Anregungen und verteilen dabei „PGR-Senf“: „Ich bin Christ. Ich gebe meinen Senf dazu.“ Diese Idee lässt sich eventuell gut mit dem Gemeindeforum verbinden.

Rechtliches

Arbeitshilfe zur Wahlvorbereitung als PDF

Die Frühjahrsvollversammlung des Diözesanrates (2017) hat die Rechtsgrundlagen der Pfarrgemeinderäte und Pfarrverbandsräte sowie der Gemeinderäte der muttersprachligen Gemeinden verändert. Diese Beschlüsse sind rechtskräftig, sobald sie von Erzbischof Reinhard Kardinal Marx in Kraft gesetzt werden. Voraussichtich wird es folgende Neuerungen geben:  

  • Vereinfachung der Korridore für die Größe des PGRs. Die PGRs erhalten mehr Eigenverantwortung und Flexibilität bei der Größengestaltung des PGR. Es gibt nur noch zwei Korridore mit Mindestgrößen (bis 5.000 Katholiken sind mindestens 4 Mitglieder des PGR direkt zu wählen, bei mehr als 5.000 Katholiken mindestens 6).
  • Neben dem Pfarrer ist nur noch der für den PGR benannte feste Ansprechpartner aus dem Kreis der pastoralen MitarbeiterInnen stimmberechtigtes Mitglied des PGR. Dies stärkt die Rolle des festen Ansprechpartners, entlastet die pastoralen MitarbeiterInnen und ermöglicht Flexibilität bei der Größengestaltung des PGRs. Fachlich betroffene pastorale MitarbeiterInnen sind bei der Behandlung von Sachthemen einzuladen. Alle SeelsorgerInnen können weiterhin als Gäste mit beratender Stimme teilnehmen, wie ebenso neu der/die VerwaltungsleiterIn.
  • Neben der Bildung eines Pfarrverbandsrats (PVR) aus den Vorsitzenden und den Delegierten der Pfarrgemeinderäte (bisherige Regelung) besteht in Pfarrverbänden mit nicht mehr als drei Pfarrgemeinden auch die Möglichkeit, einen PVR aus allen Mitgliedern der Pfarrgemeinderäte zu bilden. Soll für einen PVR diese Variante gewählt werden, ist es klug, in Verabredung mit den anderen Pfarreien die Zahl der zu wählenden Mitglieder in den PGRs nicht zu groß anzusetzen.
  • Auf allen Ebenen werden flexiblere Vertretungsregelungen eingeführt. So kann sich künftig der/die PGR-Vorsitzende durch eine vom PGR gewählte Person im Dekanatsrat ständig vertreten lassen.

Aktives und passives Wahlrecht

Wahlberechtigt sind alle (deutschen und fremdsprachigen) Katholiken, die am 25. Februar 2018 das 14. Lebensjahr vollendet haben. Wählbar sind alle (deutschen und fremdsprachigen) Katholiken, die am 25. Februar 2018 das 16. Lebensjahr vollendet haben.

Ausübung des aktiven Wahlrechts in einer anderen Pfarrgemeinde

Wenn ein/e KatholikIn in einer Pfarrgemeinde aktiv am Gemeindeleben teilnimmt, in der er/sie nicht seine/ihre Hauptwohnung hat, und deshalb in der betreffenden Gemeinde den Pfarrgemeinderat mitwählen will, kann er/sie gemäß der Ausnahmeregelung in §3 Abs. 3 und 4 der Wahlordnung das aktive Wahlrecht in seiner/ihrer „Wahlpfarrei“ erhalten. Dies ist grundsätzlich und unanfechtbar vom Wahlausschuss der „Wahlpfarrei“ festzustellen.

Allgemeine Briefwahl

Auf der Frühjahrsvollversammlung des Diözesanrates wurde beschlossen, dass künftig die Allgemeine Briefwahl der Regelfall ist. Bei der Allgemeinen Briefwahl erhält jede/r Wahlberechtigte/r Briefwahl-Unterlagen, die von der Pfarrei verteilt werden. Ausnahmen müssen und können beim  Diözesanrat der Katholiken beantragt werden. Keine  Pfarrei wird also zur Allgemeinen Briefwahl gezwungen. Wer dies nicht will, muss allerdings eine  Entscheidung dagegen treffen und dies beim Diözesanrat beantragen.

Die Kampagne des BDKJ zur PGR-Wahl 2018

Bei den PGR-Wahlen 2014 haben bereits 218 Pfarrgemeinden die Wahl in Form einer Allgemeinen Briefwahl durchgeführt. Diese erreichten eine durchschnittliche Wahlbeteiligung von 29,4%. In Pfarreien, die nicht auf diese Möglichkeit setzten, machten nur 7,7% der Wahlberechtigten von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Vor allem Pfarreien aus dem ländlichen Raum unterstützen die Allgemeine Briefwahl. Dies hat sicher auch damit zu tun, dass infolge größerer Seelsorgeeinheiten in vielen Pfarrgemeinden am Wahltag weniger Gottesdienste als früher stattfinden. In einzelnen Pfarrgemeinden entfällt dieses Angebot vollends. Erfahrungsgemäß wirkt sich dies auf den Besuch des Wahllokals negativ aus. Zudem ermöglicht die Allgemeine Briefwahl eine „barrierefreie Wahl“ für die zunehmende Zahl an Wahlberechtigten, die wegen Alter und Behinderung weniger mobil sind.

Die Durchführung der PGR-Wahl in Form einer Allgemeinen Briefwahl muss sorgfältig vorbereitet werden. Es muss sichergestellt sein, dass jeder/m Wahlberechtigen die Briefwahl-Unterlagen zugestellt werden. Möglich ist dies, weil auf den Wahlscheinen jeweils der Name und die Adresse der im Meldewesen erfassten Katholiken gedruckt ist, die am Wahltag 14 Jahre alt sind. Die personalisierten Wahlscheine stecken in einem C5-Fensterkuvert (siehe Frage 1 FAQs). Da hierzu der Datenbestand von November 2017 genutzt wird, kann es allerdings sein, dass für einige Wahlberechtigte keine adressierten Wahlscheine gedruckt werden (z. B. für Neuzugezogene). Jede Pfarrgemeinde, die die Unterlagen bestellt, erhält daher zusätzlich 50 unadressierte Wahlscheine und die dazugehörigen Briefwahl-Unterlagen. Diese können an Wahlberechtigte ausgegeben werden, für die keine adressierten Wahlscheine gedruckt wurden bzw. die diesen nicht mehr auffinden (siehe Frage 6 FAQs). Diese Personen müssen allerdings in einem Formular erfasst werden.

Die Material-Bestandteile, die bei einer Allgemeinen Briefwahl jede/r Wahlberechtigte/r erhält, sind:

1. Zustell-Kuvert (C5-Fensterkuvert)
2. Personalisierter Wahlschein (inkl. Briefwahl-Erklärung)
3. Wahlbrief-Umschlag (mit Adresse des Pfarramts)
4. Stimmzettelumschlag
5. Stimmzettel

Die gesamten personalisierten und adressierten Wahlunterlagen (Materialien 1 bis 5) werden für jede Pfarrgemeinde von einem diözesanen Dienstleister gedruckt, kuvertiert und angeliefert. Alle dabei entstehenden Kosten werden von der Erzdiözese übernommen. Dies trifft auch für die Stimmzettel zu. Der Aufwand, diese vor Ort einzukurvertieren und die Zustell-Kuverts zu verkleben, entfällt damit.

Die Zustellung der Briefwahlunterlagen ist Aufgabe der Pfarrgemeinden. Falls eine Pfarrgemeinde die Unterlagen per Post an die Wahlberechtigten versenden lässt, muss sie die Kosten hierfür selbst tragen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu den Rechtsgrundlagen

Jugendkampagne des BDKJ

Flyer des BDKJ zur PGR-Wahl 2018

Mit seiner Jugendkampagne motiviert der BDKJ (Bund der Deutschen Katholischen Jugend) München und Freising über Online- und Offline-Medien Jugendliche und junge Erwachsene dazu, sich an der PGR-Wahl zu beteiligen und sich im Pfarrgemeinderat ihrer Pfarrei zu engagieren.

Nur wer aktiv am Pfarreigeschehen teilnimmt, kann die Pfarrei/den Pfarrverband mitgestalten, die Anliegen von Jugendlichen vertreten und Jugendthemen, wie Freizeitangebote, Öffnungszeiten der Jugendräume oder Jugendgottesdienste, einbringen.

Kampagne der Kath. Bildungswerke

Die Katholischen Bildungswerke in den Regionen und Landkreisen rufen mit einer eigenen Kampagne dazu auf, sich als Bildungsbeauftragte(r) zu engagieren und das pfarrliche Leben dadurch zu bereichern. Die Bildungsbeauftragten sichern eine lebensnahe und nachhaltige Verortung der Kath. Erwachsenenbildung im Gemeindeleben der Pfarreien.

Werbekampagne für pfarrliche Bildungsbeauftragte

Ideen sprießen lassen

Als Bildungsbeauftragte/r gestalten Sie Bildungsangebote bei Ihnen vor Ort und tragen zur Vielfalt der Bildungslandschaft im Landkreis bei. Lassen Sie Ihren Ideen freien Lauf!

Kontakte knüpfen

Sie vernetzten sich mit andren Bildungsplanern und Bildungsakteuren und lernen spannende Referenten kennen. Schaffen Sie Orte der Begegnung!

Projekte umsetzten

Sie wählen Themen, die Ihnen unter den Nägel brennen und organisieren attraktive Veranstaltungen für die Menschen in Ihrer Gemeinde. Setzen Sie Impulse!

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Haben Sie Fragen? Kontaktieren Sie uns in der Geschäftsstelle des Brucker Forums. Gerne informieren wir Sie ausführlich. Sprechen Sie uns jederzeit an!

Weitere Informationen

Weitere Informationen zur PGR-Wahl finden Sie unter: www.deine-pfarrgemeinde.de

Predigtbaustein zur Pfarrgemeinderatswahl

Impulse und Anregungen zur Gestaltung der Einführung von neuen Pfarrgemeinderäten und Verabschiedung von ausscheidenden Mitgliedern rund um die Pfarrgemeinderatswahl finden Sie hier.

Kontakt

Diözesanrat der Katholiken München und Freising Hausanschrift:
Schrammerstraße 3/VI
80333 München
E-Mail: dioezesanrat@erzbistum-muenchen.de